Latin Bible · Vetus Testamentum

Biblia Sacra · Vulgata Clementina

Canticle of Canticles — Latin alongside Deutsch

Canticle of Canticles 1

LN EN DE
1:1

Osculetur me osculo oris sui ; quia meliora sunt ubera tua vino,

Das Lied der Lieder, von Salomo.

1:2

fragrantia unguentis optimis. Oleum effusum nomen tuum ; ideo adolescentulæ dilexerunt te.

O möcht’ er mich küssen mit seines Mundes Küssen! Denn deine Liebe ist wonniger als Wein!

1:3

Trahe me, post te curremus in odorem unguentorum tuorum. Introduxit me rex in cellaria sua ; exsultabimus et lætabimur in te, memores uberum tuorum super vinum. Recti diligunt te.

Köstlich ist der Duft deiner Salben; wie ausgegossenes Salböl ist dein Name: drum haben die Mädchen dich lieb.

1:4

Nigra sum, sed formosa, filiæ Jerusalem, sicut tabernacula Cedar, sicut pelles Salomonis.

Zieh mich dir nach, komm, laß uns eilen! Führe mich, König, in deine Gemächer! »Wir wollen jubeln und deiner uns freuen, wollen preisen deine Liebe mehr als Wein!« Ach, inniglich lieben sie dich.

1:5

Nolite me considerare quod fusca sim, quia decoloravit me sol. Filii matris meæ pugnaverunt contra me ; posuerunt me custodem in vineis : vineam meam non custodivi.

Gebräunt bin ich, aber doch schön, ihr Töchter Jerusalems, wie die Zelte von Kedar, wie Salomos Teppiche.

1:6

Indica mihi, quem diligit anima mea, ubi pascas, ubi cubes in meridie, ne vagari incipiam post greges sodalium tuorum.

Seht mich nicht an, daß so gebräunt ich bin, daß die Sonne mich so verbrannt hat! Meiner Mutter Söhne waren böse auf mich, bestellten mich zur Hüterin der Weinberge; meinen eignen Weinberg hab’ ich nicht gehütet.

1:7

Si ignoras te, o pulcherrima inter mulieres, egredere, et abi post vestigia gregum, et pasce hædos tuos juxta tabernacula pastorum.

Tu mir kund, du, den meine Seele liebt: wo weidest du, wo lagerst du zur Mittagszeit? Denn warum soll als Verirrte ich erscheinen bei den Herden deiner Genossen? –

1:8

Equitatui meo in curribus Pharaonis assimilavi te, amica mea.

»Wenn du das nicht weißt, du schönste unter den Weibern, so geh nur hinaus, den Spuren der Herde nach, und weide deine Zicklein bei den Zelten der Hirten!«

1:9

Pulchræ sunt genæ tuæ sicut turturis ; collum tuum sicut monilia.

»Einem Prachtroß an Pharaos Prunkwagen vergleiche ich dich, meine Freundin:

1:10

Murenulas aureas faciemus tibi, vermiculatas argento.

reizend sind deine Wangen im Schmuck der Kettchen, dein Hals in den Perlenschnüren!

1:11

Dum esset rex in accubitu suo, nardus mea dedit odorem suum.

Goldene Kettchen lassen wir dir machen mit Kügelchen von Silber.« –

1:12

Fasciculus myrrhæ dilectus meus mihi ; inter ubera mea commorabitur.

Solange der König noch in seinem Kreise weilte, gab meine Narde ihren Duft.

1:13

Botrus cypri dilectus meus mihi in vineis Engaddi.

Mein Geliebter ist mir wie ein Myrrhenbündlein, das am Busen mir ruht;

1:14

Ecce tu pulchra es, amica mea ! ecce tu pulchra es ! Oculi tui columbarum.

ein Cyprusgebinde ist mir mein Geliebter in den Weinbergen von Engedi. –

1:15

Ecce tu pulcher es, dilecte mi, et decorus ! Lectulus noster floridus.

»O schön bist du, meine Freundin, ja, du bist schön! Deine Augen sind Taubenaugen.« –

1:16

Tigna domorum nostrarum cedrina, laquearia nostra cypressina.

»O schön bist du, mein Geliebter, ja holdselig! Sieh, unser Lager ist frisches Grün;

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